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Zur besseren Orientierung von
Sehbehinderten und Blinden hat die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) zusammen mit dem Behindertenbeirat der Stadt Kassel ihr
Angebot erweitert. An Haltestellen, die von mehreren Linien angefahren werden, identifizieren sich die Trams jetzt im gesamten
Stadtbereich per Lautsprecheransage und nicht nur im lnnenstadtbereich wie bisher.
Die Linienkennung via Außenlautsprecher
ist Bestandteil der barrierefreien Verkehrsgestaltung des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in Kassel. Blinde und sehbehinderte
Menschen können sich dadurch autonomer bewegen und müssen nicht mehr bei anderen Fahrgästen oder dem Fahrpersonal nachfragen.
"Damit zieht Kassel jetzt mit anderen Städten gleich", freut sich Helmut Ernst vom Behindertenbeirat der Stadt. Er ist
selbst blind und kennt die Problematik. "Ich bin schon mehr als einmal in eine verkehrte Bahn eingestiegen. Manchmal steht
man auch allein an einer Haltestelle und kann deshalb niemanden fragen. An den Haltestellen, wo oft mehrere Bahnen hintereinander
stehen, ist dieser neue Service deshalb eine sehr große Hilfe."
Und so funktioniert die Technik: Ein
Rechner in der Straßenbahn, in dem der aktuelle Fahrplan hinterlegt ist, gibt in Verbindung mit einem die Streckelänge messenden
Modul Impulse an die Geräte zur Fahrgastinformation wie z.B. Zielanzeigen, Linienverlaufs- und Haltestellenvoranzeige weiter. Der
Lautsprecher, der außen über den Tramtüren installiert ist, wird über die Türfreigabe aktiviert und nennt dann Linie und
Ziel.
Alle Niederflurbahnen fahren bereits mit
dieser Technik. Bei den älteren Hochflurbahnen sind die Lautsprecher noch nicht am Ansagegerät angeschlossen. Dies wird im Laufe
des Jahres erfolgen.
Um die Belastung für Anwohner zu
reduzieren beginnen die Ansagezeiten täglich um 7.00 Uhr und enden um 19.00 Uhr.
KVG-Pressemitteilung, 26.04.2007
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