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Am
10. April 2007 starb in Salzgitter Otto Schlarbaum im Alter
von 86 Jahren. In tiefer Trauer verneigen wir uns vor ihm und seinem
Lebenswerk. Unser tiefes Mitgefühl und unsere aufrichtige Anteilname
gilt seinen Angehörigen.
Sein
Ableben ist ein großer Verlust auch für die Freunde der Kasseler
Straßenbahn. Er war einer der besten Kenner der Geschichte der
Kasseler Straßenbahn. Von Kindheit an interessierte ihn die
Straßenbahn. Kein Wunder, war sein Vater doch Straßenbahnfahrer. Nicht mehr
benötigte Fahrpläne und Fahrschein begann er zu sammeln.
Schon vor dem 2. Weltkrieg entstanden seine ersten Fotos von der
Kasseler Straßenbahn. Beruflich trat er aber nicht in die Fußstapfen
seines Vaters. Er erwählte das Bankwesen, in dem er über 48 Jahre
tätig war, davon 30 Jahre als Sparkassendirektor im Vorstand der
Sparkasse Salzgitter bzw. Goslar/Harz.
Obwohl er in Salzgitter lebte,
blieb er der Kasseler Straßenbahn und ihren Freunden immer treu.
Bei seinen Besuchen in Kassel hielt er das aktuelle Geschehen bei den
Straßenbahnen und Omnibussen der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft im
Bild fest, auch die kleinen Details. Er war immer auf der Suche nach
alten Fotos von Kassel, auf denen Straßenbahnen, Busse oder sogar nur
Schienen zu sehen waren. Konnte er das Foto oder die Postkarte nicht
erwerben, so fertigte er ein Repro an, um wenigstens dies seinem immer
größer werdenden Archiv hinzufügen zu können.
Sehr
intensiv war seine Zusammenarbeit mit G. Adam Stör, dem ehemaligen
"Archivar" der KVG. Mit ihm erfolgte ein umfangreicher
Austausch von Fotos, so daß viele historisch interessante
Aufnahmen erhalten und zugänglich blieben. Sein umfangreiches Wissen
floß auch in die Bücher von Adam Stör "100 Jahre
Nahverkehr" und über die Herkulesbahn ein.
Zeitungsausschnitte
wurden ebenso archiviert wie die diversen Druckerzeugnisse der KVG.
Sehr wertvoll ist die umfangreiche Sammlung Kasseler Fahrscheine, die
er über die Jahre anlegte und die man als fast komplett bezeichnen
kann.
Dank der unermüdlichen Arbeit von Otto Schlarbaum sind viele
Dokumente der Kasseler ÖPNV-Geschichte bewahrt worden. Diese
umfangreiche Sammlung wird auch in Zukunft erhalten bleiben. Otto
Schlarbaum hat dafür gesorgt, daß sie in zuverlässige Hände kommt
und nicht in einem Museums- oder Archivkeller verstaubt und vergessen
wird. Dafür danken
wir ihm und seiner Familie ganz herzlich. Die Fotos sollen
digitalisiert werden und z.B. über das Internet den
Straßenbahnfreunden zugänglich gemacht werden.
Mit
Otto Schlarbaum haben wir einen guten Freund verloren, der uns
viel von der Geschichte der Kasseler Straßenbahn vermittelt hat. Er
wird uns sehr fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. R.I.P.
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Einige
Beispiele aus dem Archiv von Otto Schlarbaum: |
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76 in Rothenditmold auf der Wolfhager Straße. |
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Tw
201 auf der Linie 5 in der Aschrottstraße zwischen Rundstraße
(heute Dag-Hammarskjöldstraße) und Kaiserstraße (heute
Goethestraße) zwischen 1932 und 1937. Nach dem Bau des Generalkommandos wurde die Strecke durch die
Zedlitzstraße (heute Freiherr-vom-Stein-Straße) zur Wilhelmshöher
Allee verlegt, die am 14. August 1937 in Betrieb
ging. |
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| Der
Kartenausschnitt über die damalige Streckenführung durch die
Aschrottstraße. |
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| Obus
3 an der Haltestelle Kirche Kirchditmold. |
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18 an der Endstation Kurhausstraße. |
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